DasSpiel

Das Spiel 1.2/1.3

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Datum: 2019-01-03

Was Das Spiel zu bieten hat:

Neues

Stand: 2019-01-03

Aktuelles

Auch anderweitig gibt es ja längst erfolgreiche Projekte, um Gehirnaktivitäten und Nervenpulse auszulesen, um direkt etwas zu steuern. Dies findet besonders bei schwer körperlich behinderten Personen Zuspruch, die darüber etwa Exoskelette oder Computerprogramme ansteuern können, um überhaupt noch ein gewisses Maß an Selbständigkeit zu haben. Diese Projekte sind allesamt sehr ermutigend und erfreulich und ergänzen unsere eher spielerischen Ansätze des open-psych-plugins durch ganz praktische Anwendungen, die Menschen helfen, ihren Alltag zu bewältigen.

Ganz unproblematisch ist das natürlich nicht, wenn etwa Elektroden direkt in den Kopf verpflanzt werden, um einen maximalen Effekt zu erzielen. Bei unserem Ansatz werden eher die elektromagnetischen Felder des Gehirns über das open-psych-plugin ausgelesen und manipuliert, ohne körperlich invasiv vorgehen zu müssen. Dafür gibt es ein selbstlernendes Progamm, welches nach dem anfänglichen Geniestreich kontinuierlich weiterentwickelt wurde, woran das Programm selbst natürlich großen Anteil hat, ebenso wie die fleißigen Spieler. Bedingt durch diese Herangehensweise haben wir allerdings kein einfaches Modell, welches die Funktion wirklich verständlich und nachvollziehbar machen würde. Wir haben immerhin etwas, was gut funktioniert.

Bei den neuesten Versuchen zu einer Verbesserung ist es allerdings bei einem testenden Entwickler zu einem Zwischenfall gekommen, der uns zeigt, wie notwendig es ist, hier mit technischen Neuerungen sehr vorsichtig zu sein. Bei dem Test war der Entwickler gefangen in einer sich selbst verstärkenden Schleife. Sein Hirn hatte sich samt dem open-psych-plugin somit aufgehangen. Das Denken verengt sich dann auf einen Themenkomplex, die Gedankenspirale wird immer enger und schränkt zunehmend die Kontrolle des Körpers, etwa auch des Kreislaufs ein. Nun kann dieses im Fachjargon auch Hirnwichserei genannte Phänomen auch gänzlich ohne Einwirkung von Geräten wie dem open-psych-plugin initiiert werden, daher war nicht ganz klar, ob dieses daran überhaupt beteiligt war.

Immerhin finden solche Experimente unter Aufsicht statt, daher konnte das open-psych-plugin relativ schnell von einem anderen Entwickler deaktiviert werden, der betroffene Entwickler stabilisiert werden. Er hat allerdings über eine Stunde gebraucht, um sich wieder von diesem eigenartigen Zustand zu erholen, klagte danach noch weitere Stunden über Kopfschmerzen. Seine Schilderungen entsprechen dem Phänomen der Hirnwichserei, wobei von ihm allerdings kein spezieller Auslöser auszumachen war, er das Phänomen selbst zuvor noch nicht erlebt hatte, weswegen es wohl zu einer besonders heftigen Panik gekommen ist. Weil über das open-psych-plugin der Bewegungsapparat allerdings ähnlich wie im Schlaf oder in einer Hypnose deaktiviert wird, wurde die Empfindung des Gefangenseins noch verstärkt, als es ihm zwar gelang, das aktuell laufende Szenario zu beenden, trotzdem aber kein Entkommen möglich war, mehr noch, gerade durch das Beenden des Szenarios ein Flucht- oder Kontrollreflex ohne simulierte Umwelt einfach ins Leere lief, eine besonders intensive, unangenehme Erfahrung.

Bei Tests zur Reproduzierbarkeit hat sich herausgestellt, daß das technisch modifizierte open-psych-plugin wirklich den Effekt nicht nur verstärkt hat, er hat ihn gar ausgelöst. Ein weiteres Ergebnis immerhin: Wird das aktuelle Szenario nicht beendet, kann darin auf den Zustand reagiert werden, durch Meditation, Atemübungen der spontane Zustand der geistigen Erstarrung überwunden werden, um sich erholen zu können, wenn es dafür bereits ein Rezept gibt.

Fazit letztlich: Technisch wäre die Neuerung sicherlich ein Verbesserung des open-psych-plugins gewesen, es schießt damit allerdings deutlich über das gewünschte Ziel hinaus und muß damit verworfen werden. Die Entwickler tun gut daran, sehr vorsichtig zu testen. Hinsichtlich der Spieler kann natürlich nicht garantiert werden, daß das selbstlernende Programm zur Anpassung der Funktion des open-psych-plugins an das Hirn des jeweiligen Spielers nicht auch derartige Effekte in besonderen Situationen auslösen sollte, wenngleich das bislang im Spielbetrieb nie passiert ist. Ähnlich wie die diagnostizierten leichten Änderungen der Hirnstruktur von Intensiv-Spielern zu Anpassung an das open-psych-plugin gibt es hier allerdings ein gewisses Restrisiko, was es so oder so ratsam erscheinen läßt, das Spielvergnügen am Stück auf einige Stunden zu begrenzen, sich anschließend intensiv mit der realen Umwelt auseinanderzusetzen, um in dieser voll funktionsfähig zu bleiben.