DasSpiel

Das Spiel 1.2/1.3

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Datum: 2019-08-01

Was Das Spiel zu bieten hat:

Neues

Stand: 2019-08-01

Aktuelles

Das Sommerfest ist in vollem Gange. Am spektakulärsten dabei ist wieder einmal der Touring-Test, beziehungsweise die freien Variationen dazu, bei welchen künstliche und natürliche Intelligenzen raten müssen, ob Gesprächspartner künstliche oder natürliche Intelligenz aufweisen, vielleicht gar beides?

Inzwischen haben diese Tests mehr eine Party-Atmosphäre mit offener Begegnung, Konversation und auch angeregten Diskussionen in Gruppen. Alle beteiligten Personen haben jeweils eine Nummer und dürfen ihrerseits über die Dauer der Party Notizen zu anderen machen, um im Anschluß eine Meinung darüber abzugeben, wer was ist.

Einige Party-Gäste, egal ob natürlich oder künstlich intelligent, tun dabei nun extra so, als wären sie künstlich oder umgedreht natürlich. Das erhöht den Schwierigkeitsgrad und offenbart, daß der Test vielleicht gar nicht so ultimativ etwas über Intelligenz oder Bewußtsein zutage fördert, vielleicht doch eher ein kurzweiliger Spaß ist.

Damit stellt sich einmal mehr die Frage, was Intelligenz überhaupt ist. Einige Spötter betonen ja auch, daß es den Menschen bislang nicht gelungen ist, intelligentes Leben im gesamten Universum zu finden, also eingeschlossen der Erde natürlich.

Vielleicht hat auch noch niemand verstanden, was Intelligenz überhaupt ist, weswegen nur die Frage aufkommen konnte, warum es relevant ist, ob diese natürlichen oder künstlichen Ursprungs im Sinne des Selbstbewußtseins einer vom Menschen oder anderen Wesen oder Maschinen erschaffenen Maschine ist.

Das intelligente Wesen ist wohl in der Lage, relativ willkürlich, aber doch ziemlich sicher zwischen sich und dem Rest der Welt zu unterscheiden, danach in der Welt mehr oder weniger gezielt zu agieren, aufgrund von früheren Erfahrungen Entscheidungen zu treffen, daraufhin zu handeln.

Dabei gibt es hier bereits Probleme, denkt man etwa an Maschinen, verunfallte oder fixierte Menschen, die nicht handeln können. Immerhin ergibt sich auch bei diesen noch die Möglichkeit, über die Welt und sich selbst zu reflektieren, Aussagen zu treffen.

Ein weiteres Merkmal ist wohl Kommunikation, die Möglichkeit mit anderen Wesen Informationen auszutauschen, Information, Wissen, Aussagen zu sozialisieren, damit einen Weg zu schaffen, gemeinsam und reproduzierbar Aussagen zu prüfen, damit die Bilder von der Welt zu falsifizieren oder zu verfeinern, um gezielter darin agieren zu können.

Hinzu kommt ferner eine Handlungsmotivation. Etwas, was lediglich simuliert, selbst aber keine eigenen Ziele formuliert, keine eigenen Interessen entwickelt, ist relativ leicht als nicht ganz echt zu identifizieren, selbst wenn ein relativ selbständiges Agieren bei einer vorgegebenen Aufgabe vorliegt, kreative Lösungswege gefunden werden. Dabei stellt sich allerdings die Frage, auf welchem Wege etwa bei Menschen Sehnsüchte, Bedürfnisse entstehen, also Handlungsimpulse, ein Ziel zu benennen und zu verfolgen. Sind die Ursprünge solcher Motivationen beim Menschen lediglich tief in der Biologie begraben, welche durch die Evolution getrieben sind, unterscheiden sie sich daher konkret von den Handlungsimpulsen relativ einfach gestrickter Tiere, welche auch ohne reflektierendes Bewußtsein sehr erfolgreich darin sind, mit ziemlich wenig oder gar ohne Gehirn zu überleben?

Fazit: Derartige Touring-Tests mögen es zwar leisten, Menschen von anderen Akteuren zu unterscheiden, weil die einen etwas besser können als die anderen ? und umgedreht, aber das allein sagt noch wenig darüber aus, wie sich Intelligenz bei einer Spezies von der einer anderen unterscheidet.
Zunächst mag Erfolg ein Kriterium sein ? Menschen gelingt es relativ einfach durch Intelligenz ganze Spezies zu unterjochen oder gar auszurotten.
Auf der anderen Seite gelingt es bereits Viren oder Bakterien immer wieder, menschliche Populationen stark zu bedrohen ? gänzlich ohne Intelligenz nach menschlichem Verständnis, jedenfalls ohne Bewußtsein, ohne selbstgewählte Zielvorgaben.