DasSpiel

Das Spiel 1.2/1.3

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Datum: 2019-05-01

Was Das Spiel zu bieten hat:

Neues

Stand: 2019-05-01

Aktuelles

Bei dem Projekt der Datenspeicherung im Gehirn berichten die Entwickler über einige Versuche und Ansätze. Zunächst geht es um die Frage, wo und wie das Gehirn Informationen, Erinnerungen abspeichert. Wird einem Probanden zum Beispiel eine Katze gezeigt, läßt sich mit dem open-psych-plugin relativ genau ermitteln, welche Gehirnregionen aktiv sind. Denn bei einer Befragung später, in Abwesenheit der Katze wird darum gebeten, sich an diese möglichst detailliert zu erinnern. Die Aktivitäten des Gehirn in dieser Phase der Erinnerung sind dabei von Interesse. Dabei werden diverse Objekte und Subjekte durchprobiert, wobei die jeweiligen Probanden exakt diese Entitäten zuvor noch nicht gesehen haben, die Erinnerung ist also frisch.

Verschiedene Zeitpunkte von Minuten, Stunden, Tagen nach dem Zeigen werden die Probanden erneut befragt, so wird erkennbar, wie sich die Erinnerungen mit der Zeit anders im Gehirn speichern. Durch das wiederholte Abrufen verfestigen sich so ferner diese Erinnerungen, sie werden im Langzeitgedächtnis abgelegt. Das Training der Befragung hilft ferner dabei, diese Erinnerungen einerseits sofort präsent zu haben, andererseits sie in der Wiederholung so in Form zu bringen, daß die Erinnerung, die Rekonstruktionsleistung des Gehirns die Erinnerung letztlich nicht mehr beeinflußt. Das Gehirn rekonstruiert ja eigentlich bei Bedarf die Vergangenheit, wobei allerdings auch Fehlinformationen, neuere Informationen einfließen können. Erinnerung ist also nicht das Abrufen von Fakten. Die Verfestigung durch Wiederholung allerdings macht die jeweilige gespeicherte Information weniger anfällig auf spätere Änderungen.

Bekannt ist, daß es körpereigene Substanzen gibt, welche dabei helfen, das Erinnerungsvermögen zu verbessern. So gibt es ja durchaus Menschen mit einem photographischen Gedächtnis, die sich sehr leicht sehr viel merken können. Wie sich gezeigt hat, läßt sich die Produktion dieser Substanzen kurzfristig mit dem open-psych-plugin stimulieren, was die Erinnerungsfähigkeit der Probanden verbessert.
Ferner ist das open-psych-plugin gezielt in der Lage, das Gehirn mit einer wohldosierten Menge an Rauschen dabei zu unterstützen, Verknüpfungen herzustellen und so die jeweilige Erinnerung zu verfestigen. Bekannt ist seit längerer Zeit, daß eine bestimmte Dosis eines bestimmten Rauschens (in der Natur etwa von einem Fluß, von Blättern von Bäumen im Wind) das Lernen unterstützen kann, es führt zu einer lokalen Signalverstärkung, letztlich einer Verfestigung des ansonsten nur flüchtigen Signals.

Eine weitere Frage der Forschergruppe beschäftigt sich damit, wie sich solch eingefressene, gut abgespeicherte Erinnerungen doch wieder löschen lassen. Vergessen kann ein großer Segen sein, nicht nur wenn es um die Verarbeitung von Traumata geht. Menschen, die schlecht vergessen können, wären schlicht dankbar für eine kleine Hilfe, um belanglose Erinnerungen einfach löschen zu können, allerdings möglichst gezielt. Auch hier scheint es mit dem open-psych-plugin einen Ansatz zu geben, wenn der Abruf einer Erinnerung in Zusammenhang mit bestimmten, relativ komplexen Signalmustern vom open-psych-plugin erfolgt, scheint jedenfalls über mehrere solcher Interaktionen, verteilt über mehrere Tage, die Erinnerung an das bestimmte Ereignis, die bestimmte Information deutlich abgeschwächt zu werden.

Insgesamt gibt es also vielversprechende Ansätze, um Information im Gehirn effektiv zu speichern, diese auch wieder zu löschen. Ferner gelingt es immer besser, mit bestimmten Mustern Informationen abzurufen. Dies ist in Einzelfällen inzwischen sogar bei Informationen gelungen, welche den jeweiligen Probanden gar nicht bewußt zugänglich waren.

Eine Weiterentwicklung läßt also durchaus hoffen, einerseits die Methodik der Erinnerung eines individuellen Gehirns zu erforschen und jedenfalls so weit zu verstehen, daß es möglich sein könnte, Information einzuspeichern, wieder abzurufen und auch wieder zu löschen. Das wäre ideal, um in relativ kurzer Zeit etwas zu lernen, entweder etwa die Spielregeln und Besonderheiten eines Szenarios eines Spiels, jedoch auch ganz praktische Informationen für den Alltag außerhalb des Spiels. So könnte sich bereits eine neue Anwendung für DasSpiel abzeichnen: Lernunterstützung, Steigerung der fehlerfreien Merkfähigkeit. Ferner könnte es auch sich individuell entwickelnde Szenarien geben, die darauf abzielen, traumatische Erinnerungen von Probanden individuell zu dämpfen und zu relativ harmlosen Erinnerungen herabzustufen oder im Bedarfsfalle gar komplett zu löschen.