DasSpiel

Das Spiel 1.3

Neues

Stand: 2020-03-03

Aktuelles

Bezüglich Version 1.4 sind die Planungen inzwischen weit vorangeschritten. An der Umsetzung wird ebenfalls bereits intensiv gearbeitet, nachdem nun Einigkeit besteht, wie das Grundkonzept aussieht, also eine breite gemeinsame Basis für stationäre und mobile Verwendung, jedoch ebenso besondere Funktionen für die leistungsfähigeren stationären Geräte.

Im Laufe des Jahres ist vermutlich mit Test-Versionen zu rechnen, eventuell gar mit einer kompletten Umsetzung des Projektes noch in diesem Jahr.

Hinsichtlich des Projektes zu Simulation eingeschränkter oder zusätzlicher Sinneswahrnehmung ist mittlerweile ein Szenario für alle Spieler verfügbar. Wie sich zeigt und nicht anders zu erwarten war, braucht es einige Zeit, bis Spieler sich an die Einschränkung gewöhnen. In einem Diskurs wiederum vergleicht inzwischen eine Gruppe die Erlebnisse mit Stellungennahmen tatsächlich betroffener Personen, um daraus Rückschlüsse darauf zu ziehen, wie relevant eine solche Simulation ist.

Wie sich zeigt, hängt bei real betroffenen Personen das Erlebnis der Einschränkung stark davon ab, ob ein solcher Sinn einmal vorhanden war oder schon immer gefehlt hat. Erwartungsgemäß liegt das Erlebnis der Simulation eher bei dem Eindruck jener Personen, welche erst im Laufe des Lebens oder gar kürzlich einen Sinn verloren haben. Der Diskurs hilft indessen, das Projekt deutlich zu verbessern, so gelingt es in Test-Versionen bereits teilweise, mit dem open-psych-plugin temporär so auf das Hirn des Spielers zu wirken, daß der Sinneseindruck wirklich ähnlich zu fehlen scheint, wie dies bei Personen der Fall ist, welche den Sinn nie hatten.

Von real betroffenen Personen kam ferner die Anfrage, ob es möglich sei, den verlorenen Sinn zu simulieren. Dies scheint wiederum stark davon abzuhängen, wie der Sinn verloren ging, ob dafür insbesondere im Gehirn noch die Vernetzung sowie Funktion vorhanden ist. In diesen Fällen ist es gelungen, mit der Simulation brauchbare Effekt zu erzielen.

Nimmt man etwa das Beispiel Farbblindheit, so ist anhand von Filmen oder Bildern in Grauwerten in etwa nachvollziehbar, wie die Einschränkung wirkt. Umgedreht erfordert es allerdings eine Repräsentation einer farblichen Differenzierung im Gehirn, damit eine Simulation auf einfachem Wege erfolgreich sein kann. Dies funktioniert in Szenarien inzwischen sehr gut, es ist überdies nur wenig notwendig, damit alle Szenarien wahlweise farbig oder in Grauwerten zu spielen. Bei den meisten real Betroffenen fehlt indessen eine Repräsentation einer farbliche Differenzierung. Hier haben aber bereits anderweitige Experimente mit Implantaten gezeigt, daß praktisch über eine synästhetische Verknüpfung mit der Zeit Assoziationen wirksam werden. Derzeit wird im Rahmen dieses Projektes mit zwei betroffenen Personen experimentiert, ob bei längerer Anwendung für die Simulation analog eine Pseudo-Farbwahrnehmungsrepräsentation im Gehirn etabliert werden kann, über welche das open-psych-plugin die mehr oder weniger üblichen Farbsensationen vermitteln könnte. Bei beiden Probanden scheinen sich dafür nach einiger Zeit der Anwendung Ansätze zu ergeben.

Klar dabei ist, daß auf diesem Wege die Gehirnfunktion aktiv beeinflußt wird, eine Entwicklung angesteuert wird. Die Farbwahrnehmung kann natürlich bestenfalls innerhalb der Simulation funktionieren, wenn eben im realen Falle die Rezeptoren im Auge fehlen, um real farbig zu sehen.

Nun beeinflußt jede Erfahrung die Entwicklung von Verknüpfungen im Gehirn, von daher ist es nicht so erstaunlich, daß auch Erfahrungen aus virtuellen Spielen ganz allgemein Einfluß auf die Gehirnentwicklung haben. Sofern die Balance zwischen virtuellem und realem Leben ausgewogen bleibt, ist das menschlichen Gehirn jedenfalls leistungsfähig genug, um das Verhalten auf die jeweilige Umgebung anzupassen. Bei intensiven Teilnehmern von Computerspielen hat sich allerdings unlängst gezeigt, daß die Grenzen verwischen, stets die Gefahr eines Realitätsverlustes besteht. Daher wird jedenfalls bei DasSpiel stark darauf geachtet, daß die Teilnehmer auf eine ausgewogene Balance achten, davon wurde bereits berichtet. Dies gilt selbstverständlich auch für solche Simulationen, welche nun nicht dazu gedacht sind, betroffenen Personen eine Ersatzwelt zu bieten, in welchen die realen Einschränkungen aufgehoben sind.