Dr. O. Hoffmann
Fragen gibt es viele,
Antworten nur wenige...
(Zen-Weisheit aus dem Kino oder Fernsehen)
Die sinnvollste Hilfe, die jemandem gegeben werden
kann, ist meistens die Hilfe zur Selbsthilfe,
aber wahrscheinlich auch die schwierigste.
Dabei geht es darum, selbst zu forschen und zu lernen,
um ein Themengebiet zu erfassen und anzuwenden,
mit Experimenten seine Möglichkeiten und Grenzen
auszuloten.
Dieses Projekt dokumentiert eigenes von mir durch
die dargelegten Beispiele erworbenes Wissen, quasi
Forschungsergebnisse bei verschiedenen Formaten des
internets und den Möglichkeiten und Strategien,
mit diesen qualitativ hochwertige Dokumente zu
erstellen und zu veröffentlichen.
Ein Anliegen ist also die Dokumentation eigenen Wissens.
Damit einher geht die Vermittlung dieses Wissens an andere
durch Publikation der Ergebnisse und der Wege, die zu ihnen
geführt haben, um die Wege nachvollziehbar zu machen
und das eigene Wissen zu vermitteln.
Allerdings ist es auch ein guter Trick selbst etwas besser zu verstehen,
indem man es ausformuliert und anderen erklärt.
Und das ist etwas ganz anderes,
als Wissen einfach nur anzuwenden - viel einfacher
wäre es da oft, lediglich die Lösung
selber gerade mal herauszufinden oder
praktisch umzusetzen, als andere dazu in
die Lage zu versetzen, es selbst zu tun.
Dann reicht es auch nicht, zu wissen und Recht zu
haben, man muß beim Anderen auch auf
Interesse stoßen, etwas hinzulernen zu wollen.
Und so möchte ich es niemandem so leicht machen,
daß er darum herum käme, selbst zu denken und
selbst die Lösung seines Problems zu finden, auch wenn
ich dabei gerne zur Seite stehe - und hoffentlich mehr als
weniger wertvolle Tips geben kann.
Zu diesem Zwecke habe ich meine 'Forschungsergebnisse' in verschiedene
Bereiche und in verschiedene Rubriken aufgeteilt, die jeweils wieder einzelne
Sachverhalte oder Experimente zu einem Themengebiet behandeln.
Unter dem Stichpunkt Projekt erstellen ist
einmal zusammengefaßt, wie denn ein erfolgreiches
internet-Projekt realisiert werden kann.
Texte schreiben oder Ausgezeichnet schreiben
beschäftigen sich mit dem Schreiben an sich, mit besonderem
Schwerpunkt auf dem Erstellen von internet-Projekten mit
XHTML
oder XML;
eine kleine Hilfe für alle, die die Qualität ihrer Texte steigern möchten
oder einen Einstieg in das Schreiben von Texten im digitalen Format suchen.
Ausgedichtet - Gedichte mit XHTML oder
SVG
auszeichnen, stellt sich dieser speziellen Problematik unter semantischen und praktischen
Gesichtspunkten.
Fehler finden ist eine kurze Hilfestellung zur systematischen
Fehlersuche, besonders bei PHP,
XHTML,
SVG und
CSS.
Neben Hinweisen zum prinzipiellen Vorgehen und effektivem Arbeiten
werden auch jeweils einige spezielle Probleme behandelt.
Dazu gibt es passend zum Begriff der Experimente und der Forschungsergebnisse Labore, in denen das jeweilige Themengebiet untersucht wird:
CSS-Layout bietet einen Einstieg in modernes Layout von internet-Seiten bis hin zu einem Beispiel (Minimales Projekt) für die Kombination von XHTML, CSS und PHP. Layoutspiel ist ein kurzer philosophischer Kommentar zum Layout von internet-Seiten als komplexes Spiel betrachtet.
Im PHP-Labor sind einige Ergänzungen zu den üblichen Anleitungen zu finden. Es handelt sich um praktische Beispiele, nicht um eine systematische Anleitung, die anderswo bereits von anderen oftmals versucht wurde.
Im SVG-Labor gibt es eine kleine Anleitung zu SVG (skalierbare Vektorgraphik), teilweise in Kombination mit PHP. SVG wurde im Laufe der Jahre 2005 oder 2006 in jedem technisch aktuellen browser zumindest teilweise darstellbar - und kann daher in größerem Umfange seit dieser Zeit sehr gut genutzt werden.
Die Verweise führen uns nun zu externen Quellen der Weisheit in Bezug auf XHTML, CSS, SVG und PHP - ich glaube, insbesondere die angegebenen Anleitungen zu PHP können sowohl von Anfängern als auch Fortgeschrittenen mit Gewinn gelesen werden. Und wer dann immer noch mehr wissen will, sollte erst mal im dmoz-Katalog gucken, der im Gegensatz zu den Ergebnissen von Suchmaschinen von motivierten Mitmenschen gut sortiert ist.
Mit herzlichen Grüßen
Dr. O. Hoffmann
2010-08-02
stroke nur teilweise malen
Die beste Methode, um Informationen zu bekommen,
ist die, selbst welche zu geben.
Niccoló Machiavelli
2003-04-24/29, 2003-05-11, 2005-03-04, 2007-12-14, 2008-05-15
Das internet wird getragen von einem Grundgedanken, freie Information
von allen für alle zur Verfügung zu stellen. Wem das nichts
sagt, der wird an diesem Artikel nicht viel Freude haben und ist im
internet auch irgendwie fehl am Platze.
Um so erschütternder sind zahlreiche angeblich professionell
gestaltete internet-Projekte, die von geradezu unglaublicher Naivität
im Umgang mit diesem Medium zeugen.
Wie ein Ansporn zum klaren Denken immer ein paar Worte wert ist, so fordern
diese abschreckenden Beispiele geradezu, einige fundamentale Grundsätze
zur praktischen Umsetzung von guten internet-Projekten auf den Punkt zu
bringen.
Wie kommt es also, daß an sich sehr kreatives Köpfe und gute
Designer, die sich teilweise sogar explizit
webdesigner nennen, bei
internet-Projekten oft so kläglich versagen?
Nun, das liegt an einigen Besonderheiten des Mediums, mit denen sich
jeder sorgfältig auseinandersetzen muß, der ein Projekt wirklich
gekonnt umsetzen will.
Die klassischen Medien wie Bücher, Zeitschriften, Werbeplakate,
Prospekte, Poster, aber auch Ge- und Verbrauchsgüter sind dem
späteren Nutzer praktisch direkt und unmittelbar zugänglich -
er kann sie anfassen, ansehen und unmittelbar erfassen ohne weitere
Hilfsmittel außer seinen eigenen Sinnen.
Elektronische Informationen werden immer erst über Hilfsmittel
zugänglich - im Falle von internet-Projekten ist das in erster Linie
der browser
des Nutzers, der die Informationen optisch (oder akustisch) vermittelt, allgemein auch
das Darstellungsprogramm.
Während es bei klassischen Medien im Prinzip egal ist, wie das Projekt
technisch umgesetzt wird, ist dies bei internet-Projekten von zentraler
Bedeutung, weil davon abhängt, ob der Betrachter die Information
überhaupt vermittelt bekommt. Wird eine dem browser unbekannte Technik
verwendet oder stellt dieser das Projekt anders dar, als bei der Erstellung
erwartet, ist die ganze Arbeit vergeblich gewesen. So muß der
Ersteller eines Projektes nicht nur genaue Kenntnis über die
Werkzeuge haben, mit denen er die Daten erzeugt, sondern viel wichtiger -
er muß detailliert darüber informiert sein, ob und wie die Daten
nachher vom browser dargestellt werden.
Im Gegensatz zu Medien wie Fernsehen, Video oder
Musik-CDs ist dem
Anbieter der Information auch gar nicht genau bekannt, welche
Fähigkeiten der browser des späteren Nutzers haben wird und
welcher browser eingesetzt werden wird, um die Information zugänglich
zu machen. Ja es wird technisch nicht einmal möglich sein, daß
alle Nutzer den gleichen browser mit den gleichen technischen
Möglichkeiten benutzen. So sind auch Erfahrungen wie "Neunzig
Prozent der Besucher nutzen den browser -wasweißich-" nicht
wirklich nützlich, da am browser mannigfaltige Voreinstellungen
getätigt werden können, die die Eigenschaften des browsers
verändern können. Die Situation kann zudem Monate später
schon wieder deutlich anders aussehen. Und der Minderheit kann es
technisch gar nicht möglich sein, den Mehrheits-browser zu verwenden -
oder es gibt aus den verschiedensten Gründen Vorbehalte gegen den
browser (zum Beispiel Sicherheitsfragen, Firmenphilosophie des Anbieters,
Anschaffungskosten, rechtliche Probleme).
Selbst wenn also neunzig Prozent die Informationen vermittelt bekommen
können, so liegt das Scheitern gerade in den zehn Prozent, wo das
nicht möglich ist, denn das Ziel ist ja, Information für alle
anzubieten. Unter diese zehn Prozent fallen oft auch Behinderte, vor
allem Sehbehinderte, die im internet eine neue Welt vorfinden, in der
sie an sich gegenüber Nichtbehinderten nicht benachteiligt sind.
In diese Welt wird meist mit textbasierten Darstellungsprogrammen aufgebrochen, die
die Information dann geeignet für den Nutzer umsetzen - es sei
denn natürlich, bei der Projekterstellung werden durch exotische
Methoden wieder Barrieren aufgebaut, die für den einfachen
Text-browser und damit auch für den Behinderten unüberwindlich
werden.
Letztlich ist die neunzig-Prozent-Einstellung
ähnlich asozial wie die eines Geschäftsmannes, der an die
Tür seines Geschäftes ein Schild mit der Aufschrift hängt:
"Wir bedienen keine Juden - und Behinderte auch nicht".
Was also ist zu tun? - die Lösung kann nur sein, die zentralen Informationen und Funktionen des Projektes in einem standardisierten Format anzubieten.
Um entscheiden zu können, welche Methoden für welchen Zweck
eingesetzt werden sollten oder sinnvoll eingesetzt werden können,
ist es nützlich sich anzusehen, aus welchen Komponenten ein
internet-Projekt besteht.
Wieder gibt es einen gravierenden Unterschied zu klassischen Medien,
deren Aufbau und Zusammensetzung für den Benutzer meist intuitiv
klar ist - zum Beispiel ist bei einem Buch jedem Benutzer klar, wie
er von einem Inhaltsteil technisch zum nächsten gelangt - er
blättert eine Seite um.
Bei einem internet-Projekt ist das nicht so einfach. Es setzt sich
aus folgenden Komponenten zusammen:
Technische Komponenten sind zum Beispiel Methoden, mit denen Nutzer
identifiziert werden oder statistisch erfaßt werden. Das ist auch
die Anbindung an Datenbanken oder die dynamische Erzeugung von anderen
Komponenten oder die Verarbeitung von Formularen.
Diese technischen Bestandteile sind für den Nutzer idealer Weise
gar nicht sichtbar, sondern nur für den Betreiber des Projektes -
oder es sind Methoden, die Komponenten erzeugen, welche dann erst der
browser des Nutzers verstehen muß.
Bei funktionellen Komponenten handelt es sich zum Beispiel um das Impressum,
Kontaktformulare, Angabe einer Kontakt-email-Adresse etc. Wenn diese
Komponenten nicht garantiert funktionieren, wird ihr Zweck nicht
erfüllt. Möchte etwa jemand per email oder Formular einen
Fehler oder technischen Mangel melden, kann dieses aber eben wegen eines
solchen Mangels nicht, so ist zweifellos die kommunikative Katastrophe
perfekt und der Seitenersteller wird nie erfahren, wo sein Projekt komplett
versagt. Kontaktmöglichkeiten müssen natürlich auch
unmittelbar und problemlos zugänglich sein.
Insbesondere bei kommerziellen Projekten können technische Mängel
bei Kontaktformularen bereits teuer werden - wenn nicht einmal die
internet-Seite richtig funktioniert, welcher Kunde wird da noch Vertrauen
fassen? Und dann gibt es noch Gesetze und Verordnungen, die zumindest für
Deutschland vorschreiben, daß ein Impressum unmittelbar lesbar sein
muß, was darauf hinausläuft, daß dieses in reinem
(X)HTML
erstellt werden muß, ohne jeden sonstigen Schnickschnack und
gut sichtbar mit dem Rest des Projektes verbunden ist, entweder
direkt auf jeder Seite drauf oder aber durch einen einfachen (X)HTML-Verweis
mit dem Projekt gut sichtbar verknüpft. Anzeigeprobleme können
hier bereits empfindliche Geldstrafen nach sich ziehen,
sei es, daß
java-script
oder andere plugins notwendig wären,
um das Impressum sehen zu können oder auch nur so viele Fehler auf
der Seite sind, daß diese nicht mehr mit jedem browser anzeigbar ist.
Ebenso wichtig ist das garantierte Funktionieren einer weiteren funktionellen Komponente, der Navigation oder des Menüs eines Projektes. Diese Komponente macht ja gerade erst den Inhalt eines Projektes zugänglich, wenn die nicht sicher und bei jedem Nutzer funktioniert, ist der Sinn und Zweck des kompletten Projektes in Frage gestellt - darum ist auch hier besondere Sorgfalt notwendig.
Die zentrale Komponente des Projektes ist der Inhalt, das Thema. Das ist der eigentliche Zweck des Projektes, die Existenzberechtigung - das, was der Nutzer an dieser Stelle entweder von sich aus zu finden hofft oder das, was ihm näher gebracht werden soll. Ein Defizit hier sorgt sicher dafür, daß das Projekt vom Nutzer schnell wieder verlassen wird.
Eine weitere Komponente ist die Dekoration oder das Design. Damit kann es
gelingen, mehr Aufmerksamkeit für das Projekt zu gewinnen, den Inhalt
in seiner Aussagekraft unterstützen und eventuell das Projekt für
den Nutzer intuitiv verständlicher zu strukturieren.
Auch wenn oft versucht wird, durch spektakuläres Design inhaltliche
Defizite zu verbergen, so kann dies den Besucher natürlich nur
kurzfristig blenden, so daß dieser sich schließlich ge- und
enttäuscht abwenden wird.
Insgesamt hat es wenig Zweck, sich nur auf eine Komponente zu konzentrieren,
vielmehr kommt es auf eine geschickte Kombination aller Komponenten an, um
maximale Wirkung zu erzielen.
Während bei der Wahl des Inhaltes eigentlich weitgehend Freiheit
besteht - der Initiator des Projektes sollte es natürlich mit
möglichst originärem Inhalt versuchen, der nicht schon an
zig anderen Stellen gleichwertig oder besser zu finden ist, sind
funktionelle Komponenten stark dadurch festgelegt, daß der Nutzer
später dadurch einen möglichst intuitiven und logisch
nachvollziehbaren Zugang zum Inhalt bekommen sollte.
Das Design, die Dekoration ist allerdings immer eine Frage des Geschmackes,
sollte sich aber letztlich dem eigentlichen Zweck des Projektes unterordnen.
Ergonomisches Design wird vom Nutzer geliebt werden. Es sei denn, Thema des
Projektes ist gerade das Rätseln und Irren in einem Labyrinth.
Welche Mittel zur Umsetzung eines Projektes eingesetzt werden sollen oder
welche optimal sind, um den vorgesehenen Zweck zu erfüllen, hängt
hauptsächlich davon ab, welche Komponenten damit realisiert werden
sollen - und welche Inhalte angeboten werden.
Die eingesetzten Mittel sind sehr kritisch auszuwählen, weil von ihnen
die Funktion der Seite abhängt - damit diese sichergestellt ist, ist
es wichtig, auf standardisierte Methoden zurückzugreifen und auf
weit verbreitete Formate. Gehen wir vom derzeitigen Stand (Dezember 2007) der
Dinge aus, so ist HTML,
beziehungsweise XHTML (siehe:
»Hypertext Markup Language)
das Basismittel zur Umsetzung eines Projektes. Diese Dokumentbeschreibungssprache
wird zusammen mit dem HTTP
(siehe: »Hypertext Transfer Protokoll)
dem späteren Nutzer des Angebotes die Textinformation im Klartext liefern
(die elektrische Kodierung des Klartextes erfolgt gemäß
ASCII
beziehungsweise ANSI,
siehe zum Beispiel bei
»selfhtml). Eine Erweiterung allerdings mit der gleichen Kodierung der
Grundzeichen sind UTF (meist -8, selten -16)
und einige ISO-Kodierungen.
Der HTTP- und XHTML-Standard wird festgelegt durch eine Organisation:
W3C
(siehe: »World Wide Web Consortium)).
Verschlüsselte Formate, die sich nur für ein bestimmtes
Betriebssystem eignen oder nur für bestimmte software, sind hingegen
ungeeignet, weil nicht bekannt ist, mit welchem Betriebssystem und welcher
software die Daten abgerufen werden. ASCII-kodierter Klartext kann
dagegen von jedem System interpretiert werden. Dies ist auch ein
großer Vorteil bei der Datenarchivierung, da andere Kodierungen
als Klartext in der Regel in wenigen Jahren veraltet sind und mit der
dann aktuellen software nicht mehr lesbar.
Die HTML-Standards (HTML4.01, XHTML1.0, XHTML1.1 etc) sind
insofern recht unkritisch,
weil man Dokumente in diesem Format notfalls auch ohne spezielles Darstellungsprogramm lesen kann
und zum großen Teil auch von Programmen, die nur einen älteren
Standard kennen, interpretiert werden können.
Bei Bildern ist die Auswahl der Methoden bereits etwas kritischer. W3C
Standards gibt es zum Beispiel für die Formate SVG
(»Scalable Vector Graphics,
Vektorgraphik, Klartext-Format!) und
PNG
(»Portable Network Graphics,
Pixelgraphik, Digitalbilder und Computergraphik).
Insbesondere bei der Pixelgraphik ist es wegen der großen
Datenmengen notwendig, Kompressionsverfahren anzuwenden.
Das Problem dieser Formate ist, daß diese Formate noch relativ neu
sind und noch nicht in allen Darstellungsprogrammen mit graphischen Fähigkeiten komplett implementiert.
Diese Einschätzung kann aber zunehmend relativiert werden. PNG funktioniert
bei aktuellen Programmen mit graphischen Darstellungsmöglichkeiten (Stand 2007)
praktisch durchgängig und SVG ist zumindest bei technisch aktuellen Versionen von
Programmen, die auf dem aktuellen Stand der Technik sind, teilweise implementiert.
Seit Jahren etabliert ist im Bereich der Pixelgraphik das
JPEG-Format
(auch jpg, Joint Photographic Experts Group,
»JPG bei W3C
und »JPG bei JPEG, Pixelgraphik,
besonders für Bilder von Digitalkameras und scannern), welches ebenfalls
standardisiert ist. Etwas ins Zwielicht gerückt ist wegen einiger Lizenzquerelen das ebenfalls
stark verbreitete GIF-Format
(»Graphics Interchange Format,
Pixelgraphik, besonders für Computergraphik).
Beim Einsatz von Graphik ist also ein Kompromiß zwischen diesen
vier Formaten zu finden, welcher dem Inhalt und dem erwarteten Besuchertyp
des Projektes anzupassen ist. (X)HTML bietet auch die Möglichkeit eines
Alternativtextes, mit dem der Inhalt des Bildes grob beschrieben werden
kann, auch wenn das Bild selbst nicht angezeigt werden kann (es gibt auch
Programme, die Bilder prinzipiell nicht darstellen und bei jedem Programm
gibt es die Möglichkeit, die Bildanzeige abzuschalten, vor allem,
um die Ladezeit von internet-Seiten zu verkürzen).
Für technische Komponenten sollte komplett auf server-seitige Methoden zurückgegriffen werden. Ob zum Beispiel die XHTML-Ausgabe mit »PHP erzeugt wird oder mit CGI-Skripten oder einfach als Text-Dateien auf dem server liegen, kann dem Nutzer der Seite egal sein, weil dieser von der Technik der Erzeugung der XHTML-Ausgabe gar nichts wissen muß. Ähnliches gilt für die Formularverarbeitung, Datenbanken, Besucherstatistiken - hier hat der Ersteller des Projektes völlige Wahlfreiheit, solange die Methoden komplett server-seitig ablaufen. Nehmen wir etwa einen Besucherzähler, der auf java-script zurückgreift, so handelt es sich um eine sehr schlechte technische Umsetzung, weil java-script auf dem Rechner des Nutzers durchgeführt wird - oder eben auch nicht, worauf der Ersteller des Projektes keinen Einfluß hat. Auch Zähler, die mit Bildern arbeiten, sind für eine zuverlässige Statistik ungeeignet, weil nicht jeder Nutzer alle Bilder aufruft. Ähnlich schlecht hinsichtlich der Zugänglichkeit und Nutzbarkeit ist auch eine java-script-Anwendung, die AJAX, zumindest sofern damit für den Nutzer relevante Inhalte verändert oder verfügbar gemacht werden sollen, was natürlich ohne anwenderseitige Skriptausführung nicht funktionieren wird.
Benutzeridentifikation mit cookies ist ebenfalls problematisch, wie bei java-script handelt es sich um einen optionalen Zusatz, es ist keine serverseitige Technik und ist vom Nutzer leicht manipulierbar. Das Funktionieren des Projektes jedenfalls sollte nicht von ihnen abhängen. Als Zusatz zu einem unabhängig davon funktionierenden Projekt kann die Methode aber recht nützlich sein.
Da funktionelle Komponenten beim Nutzer auf jeden Fall funktionieren
müssen, gibt es hier fast gar keine Wahlfreiheit - die Komponenten
müssen daher praktisch mit reinem (X)HTML realisiert werden, dabei
sollte auch nur die Schnittmenge aller HTML-Standards als Befehlssatz
für funktionelle Komponenten gewählt werden.
Daraus ergibt sich, daß zum Beispiel java-script
(»Netscape),
java
(»Sun)
oder SWF (shockwave flash,
»Macromedia,
neuerdings Adobe) wiederum für diese
Anwendung komplett ungeeignet sind. All diese Methoden laufen
anwenderseitig, verlangen im Darstellungsprogramm plugins, die beim Nutzer gar nicht
vorhanden oder aktiviert sein müssen. Ferner gibt es diese
Methoden in zahllosen verschiedenen Versionen und Varianten, da all
diese Methoden keinem Standard folgen und teilweise nicht einmal
über einen offengelegten Quelltext verfügen, mit dem
damit erstellte Komponenten nachvollzogen werden könnten.
Auch sogenannte Intros (Startseiten), die mit solch kristischen
und ungeeigneten Formaten erstellt werden, sind reiner Unfug, so lange
nicht eine reine XHTML-Variante als Alternative bereitgestellt wird.
Menüs werden auch gerne mit Bildern gestaltet - das ist insofern
auch recht unproblematisch, als das Einbinden von Bildformaten
zum XHTML-Standard gehört. Insbesondere wenn die Bilder mit
sinnvollen Alternativtexten versehen sind, sollte es keine Probleme
geben, selbst wenn die Bilder gar nicht angezeigt werden. Da für
verschiedene Nutzer allerdings verschiedene Schriftgrößen
optimal sind, sollte in solch Bildern enthaltene Textinformation mit der
voreingestellten Schriftgröße mitskalieren, was in der Praxis
für den Autor allerdings so schwierig sein kann, daß Bilder in
Menüs wieder unpraktikabel werden.
Die Methoden für den Inhalt hängen stark vom darzustellenden Inhalt ab. Um so schwieriger ist die Auswahl. Als Leitfaden kann gelten, daß immer das am besten standardisierte und verbreitetste Mittel zum Einsatz kommen sollte. Basis-Methode ist somit wieder XHTML und die genannten Bildformate. Aber es gibt sicher auch Inhalte, die nur mit speziellen Methoden wie java oder SWF realisiert werden können - obgleich da inzwischen auch Standardmethoden von W3C als Alternativen zur Verfügung stehen dürften oder zumindest in Vorbereitung sind. Zum Beispiel gibt es auch Standards für dynamische Effekte (Animationen, Audio, Video, »SMIL). Aufgrund von Patent- und Lizenzproblemen sind allerdings andere Multimediaformate immer noch ein Problembereich des internets und auch immer wieder ein Grund, warum Anbieter immer wieder neue Audio- und Videoformate mit kosmetischen Änderungen anbieten, deren Patente sie dann selber halten, die von anderen Programmen aber nur schlecht interpretierbar sind und daher oftmals nicht sonderlich für das internet geeignet. Eine neuere Mode ist es, Audio und Video mit speziellen SWF-Unterformaten innerhalb dieses Formates anzubieten, wobei die Unterformate wiederum alleine von anderen Programmen kaum interpretiert werden, also auch wieder eine schlechte allgemeine Eignung aufweisen. Ein vermutlich patentfreies Format Ogg eignet sich sowohl für Audio und Video, dank unübersichtlicher Patentgesetze in den USA fürchten einige Anbieter aber nach wie vor, daß bei einer breiten Implementierung doch noch irgendwelche Leute auftauchen könnten, die im Nachhinein Patente hervorzaubern könnten. Dabei ist unklar, ob dies nur eine Schutzbehauptung ist oder eine realistische Gefahr, weswegen sich auch dieses Container-Format noch nicht durchgesetzt hat.
Wichtige nicht-Standard Methoden für fest formatierten Text,
Vektorgraphik und Pixelgraphik sind die Formate
PS
(»postscript)
und PDF
(»portable document format)
der Firma adobe. Von der Idee her
ist PS den Formaten XHTML und SVG
durchaus verwandt. Es handelt sich,
was Text und Vektorgraphik anbelangt, ebenfalls um Klartext, der ebenso
unmittelbar gelesen werden kann wie auch von darstellenden Programmen
oder Druckern interpretiert. PDF weist von den Funktionen her noch
mehr Ähnlichkeit mit XHTML auf, ist aber kein Klartextformat mehr,
die Daten sind komprimiert. Zur Datenkompression gibt es aber eigentlich
andere Standards oder Quasistandards, zumindest was Klartext angeht.
Der Einsatz dieser beiden Methoden ist vor allem dann angebracht, wenn
großen Mengen Text (und Graphik) fest formatiert und zum direkten
Ausdruck geeignet angeboten werden sollen. Von der Idee her ist PS
vorzuziehen. Weiter verbreitet scheint inzwischen das etwas jüngere
und vom Funktionsumfang zudem vereinfachte PDF zu sein.
Einen Haken haben inzwischen beide Formate: Offenbar gibt es inzwischen
zahlreiche Versionen, teilweise offenbar auch sehr nah an bestimmte
Betriebssysteme angelehnt, so daß es beim Nutzer wieder zu den
bereits angesprochenen Interpretationsproblemen der eingesetzten
software einer anderen Version kommen kann. Einmal mehr zeigt sich der
gravierende Nachteil, wenn ein Format nicht von einer unabhängigen
Organisation standardisiert ist, sondern den kommerziellen Interessen
einer Firma oder verschiedener Gruppen unterworfen ist.
Sogenannte frames sind eine besondere Funktion von HTML4, die so nur
in diesem speziellen Standard vorkommt - eigentlich nur ein Kompromiß
mit jahrelanger Praxis. Fernab vom HTML3.2 Standard hat diese Funktion
einst die Firma netscape eingeführt, so daß es zu dieser
Funktion vom Standard abweichende Schreibweisen gibt, die als historische
Altlast diese Funktion auch noch belastet. Da diese Funktion aber sehr
praktisch war, als serverseitige Skriptsprachen noch nicht im allgemeinen
Gebrauch waren, erfreute sie sich allgemeiner Beliebtheit und hat
schließlich auch Eingang in den HTML4-Standard (transitional, nicht
strict) gefunden.
Problematisch ist die Methode in der Hinsicht, daß Darstellungsprogramme, die den
HTML4-strict-Standard oder XHTML interpretieren oder auch Mobiltelephone, die
das reduzierte XHTML-basic-Profil verstehen, sowie auch textbasierte browser,
frames gar nicht darstellen werden. iframes, eine Variante, die auf die
Firma microsoft zurückzuführen ist, wird sogar von noch weniger
Darstellungsprogrammen interpretiert. Daraus sollte der Ersteller eines Projektes
den Schluß ziehen, so weit möglich ganz auf frames zu verzichten
oder eine typische Möglichkeit von (X)HTML ausgiebig zu nutzen,
Alternativen anzubieten (noframes-Bereiche).
Ein weiteres Problem von frames ist, daß sich bei ihnen die
Komponenten Funktion, Technik und Design auf unerfreuliche Weise
vermischen und verwischen, was wieder zu Darstellungsproblemen führen
kann - ein ungeschickter frame-Aufbau kann die Anzeige von Elementen
gar unterbinden. Insbesondere für den unerfahrenen Projektersteller
lauert hier die Gefahr, Komponenten seines Projektes nicht mehr logisch
voneinander trennen zu können und so zu scheitern.
Aufgrund der Historie von frames ist die Umsetzung dieser Funktion immer
noch uneinheitlich.
Es darf aber nicht verschwiegen werden: Insbesondere wo server-seitige
Techniken wie SSI oder PHP nicht
möglich sind, kann eine Menüstruktur mit frames insbesondere bei
größeren Projekten erst praktikabel werden.
Im übrigen, zumal es frames in der strict-Varianten und in XHTML1.1
gar nicht gibt, sollte auf einen recht eleganten und verallgemeinerten
Ersatz hingewiesen werden, der recht ähnliche Funktionen
übernehmen kann - dabei handelt es sich um das object-Element,
mit dem im Prinzip beliebigen Dateien in XHTML-Seiten integriert werden
können - insbesondere auch andere XHTML-Dateien.
Auch java ist eine weit verbreitete nicht-Standard-Methode. Es dient vor allem dazu, auf dem Rechner des Nutzers sehr rechenintensive Prozesse realisieren zu können, die so nicht das internet belasten. So können recht elegant dynamische Prozesse berechnet und dargestellt werden, die auch interaktiv vom Nutzer gesteuert werden können. Da es für den Nutzer immer ein Sicherheitsrisiko ist, ihm unbekannte fremde Programme auf seinem Rechner ausführen zu lassen, sollte es selbstverständlich sein, daß er die unbedingte Notwendigkeit des Einsatzes dieser Methode nachvollziehen kann, sonst wird er dieses plugin seines browsers gar nicht erst aktivieren.
Deutlich sichtbar wird an diesen Beispielen, daß bei der konkreten Umsetzung eines Projektes immer wieder sinnvolle Kompromisse geschlossen werden müssen zwischen dem, was an besonderen Methoden unbedingt notwendig ist und dem, was mit Standards für den Nutzer problemloser interpretierbar ist.
Am spannendsten ist vielleicht die Auswahl geeigneter Methoden, die das
Design betreffen. Das liegt vor allem daran, daß Designkomponenten
nicht in Konflikt mit funktionalen oder inhaltlichen Komponenten
kommen dürfen.
W3C bietet mit CSS
(»cascading style sheet)
ebenfalls einen Standard an, der vor allem der Textformatierung in
XHTML dient, allgemeiner dem Layout von XHTML-Seiten. Inzwischen ist der
Einsatz dieser Methoden weit verbreitet. Als Ersteller eines Projektes
sollte man jedoch zwei Probleme beachten - zum einen ist die Umsetzung
und Unterstützung dieser Standards bei alten Darstellungsprogrammen noch recht uneinheitlich -
viele ältere browser unterstützen CSS2 etwa nur teilweise.
CSS3 ist noch in der Entwicklung, einzelne Module werden von technisch aktuellen
browsern aber bereits interpretiert.
Zum anderen
bietet CSS so viele Formatierungsmöglichkeiten, daß damit
- auch unbeabsichtigt - viel Unfug getrieben werden kann, der bei
verschiedenen browsern zu argen Problemen bei der Anzeige des Layouts
führen kann. Um hierbei ansehnliche Design-Resultate zu erzielen,
ist es nicht zu umgehen, das Design mit den verschiedensten Darstellungsprogrammen,
Voreinstellungen und Betriebssystemen zu testen - und vor allem auch
ohne CSS-Unterstützung (auch das kann an browsern deaktiviert werden
oder ist bei textbasierten Darstellungsprogrammen gar nicht eingebaut).
In verschärfter Form gilt all das für nicht Standardmethoden
wie java-script, java, SWF, um vorzubeugen, daß das Design die
Darstellung des Inhaltes verhindert.
In jedem Falle sollte der Einsatz von Nichtstandard-Methoden für den Nutzer unmittelbar einsichtig sein. Wenn zum Beispiel ein Video gezeigt werden soll, ist vom Nutzer nachvollziehbar, daß er für das Videoformat ein Abspiel-plugin im browser braucht. An einen Verweis, wo er dieses in internet zum kostenlosen Herunterladen findet - und zwar für jedes Betriebssystem - sollte es bei einem exotischen Format nicht fehlen und was letztlich als exotisch angesehen wird, entscheidet sich beim Nutzer, nicht beim Autor. Ein Nutzer, für den das Format nicht darstellbar ist, ist immer mit einer alternativen Beschreibung zu erfreuen, die auch von anderen Nutzern gern mit Gewinn gelesen werden wird.
Mehrfach sind bereits die Konflikte zwischen den dekorativen und den anderen Elementen des Projektes angesprochen worden. Wie können nun solche Konflikte von vorne herein vermieden werden? - die nachträgliche Behebung solcher Konflikte ist oft recht mühsam. In vielen Fällen ergeben sich diese Konflikte bereits aus einem falschen Denkansatz ganz am Anfang des Projektes, so daß direkt hier angesetzt werden muß, um zu optimalen Ergebnissen zu kommen: Logisches Vorgehen bei der Umsetzung des Projektes führt zum gewünschten Erfolg, dabei kann das im folgenden grob skizzierte Schema benutzt werden:
Viele Probleme und Fehler bei der Umsetzung von internet-Projekten lassen
sich gezielt vermeiden durch Sachkenntnis verwendbarer Standards
und systematisches Vorgehen bei der Erstellung des Projektes.
Um so erstaunlicher erscheint es, daß dabei so viele auch angeblich
professionelle "webdesigner" regelmäßig jämmerlich
versagen. Zu vermeiden ist dies nur durch logisches Denken und
Berücksichtigung der Besonderheiten des Mediums, die vor allem darin
begründet sind, daß der Ersteller des Projektes nicht nur
über gute technische Kenntnisse verfügen muß, was
die Programme zum Erstellen des Designs und des Layouts betrifft,
sondern noch viel mehr muß er vertraut sein mit den
Möglichkeiten der verschiedenen Darstellungsprogramme, mit denen der spätere
Nutzer sein Projekt wahrnehmen wird.
Eine böse Falle können in dem Zusammenhang viele sogenannte
XHTML-Editoren
sein, die mit bunten graphischen Oberflächen und viel
Schnickschnack dem Seitenersteller suggerieren, die technische Kompetenz
nicht mehr zu benötigen, weil diese vom Programm übernommen
wird. Diese Einschätzung ist ein großer Irrtum, die Programme
ersetzen eine solche Kompetenz nicht. XHTML zeichnet den Inhalt seiner
Funktion gemäß aus. Diese Programme können die
Funktion des Inhaltes gar nicht beurteilen und helfen dem Autor in der
Regel dabei auch nicht. Und diesem Irrtum unterliegen auch die
Hersteller dieser Programme, wenn es nicht gar böse Absicht ist, um den
Nutzer solcher Programme an diese oft kostenpflichtigen Produkte zu binden,
wo es auch ein simpler Texteditor täte.
Bei diesen Programmen sind in der Regel die Standards nicht einstellbar, an
die man sich halten will - manchmal halten sich die Programme an
gar keinen Standard oder verleiten den Seitenersteller dazu, extrem neue
Funktionen neuester Standards so einzusetzen, daß die Seiten mit
älteren browsern nur noch verstümmelt angezeigt werden - oder
eben auch gar nicht mehr.
Es bleibt dem Ersteller eines Projektes also nicht erspart, sich ganz
persönlich mit den technischen Details der Realisation seines
Projektes zu beschäftigen, sonst wird er nur ein weiteres Zeugnis
des Versagens und der Inkompetenz abliefern, statt mit Sachkenntnis
und gelungener Umsetzung zu glänzen...
Im Spiel verraten wir,
wes Geistes Kind wir sind.
Ovid
2004-09-07, 2005-01-07, 2008-09-21
Philosophisch betrachtet können wir das Layout von internet-Projekten als ein komplexes Spiel ansehen. Dieses Spiel findet gleichzeitig auf mehreren klar definierten Spielfeldern statt. Für die meisten Spielfelder gibt es klar definierte Spielregeln. Diese Spielfelder sind XHTML, CSS und PHP (oder die jeweils verwendete server-seitige Skript-Sprache zur Erstellung des Projektes).
Der Reiz des gleichzeitigen Spieles auf diesen Spielfeldern liegt darin,
innerhalb der Regeln kreativ zu sein. Einige Gegenspieler sind dabei
die eigene Dummheit, Unwissenheit und bei manchem auch vielleicht
die Faulheit, diese zu überwinden. Der Sieg über diese
Gegenspieler ist immer wieder Anreiz und Befriedigung.
Mitspieler auf der eigenen Seite sind dabei Intelligenz, schnelle
Auffassungsgabe, intuitives Verständnis bis zu intimen Kenntnissen
der Spielregeln, die für XHTML und CSS durch die Standards von
W3C
genau vorgegeben sind, im Falle von PHP durch die jeweils auf
dem server verwendete Version.
Weitere Spielfelder mit weniger genau festgelegten Regeln ist der eigentliche Inhalt des Projektes, dessen Strukturierung und Zugänglichkeit. Für letztere beide gibt es immerhin Sammlungen allgemeiner Weisheiten statt starrer Regeln. Wie beim Inhalt auch wird nun das Auffassungsvermögen, die Akzeptanz und das Interesse der späteren Nutzer des Projektes zu Gegen- oder Mitspielern. Der Gewinn kann nur ein gemeinschaftlicher sein, wenn es gelingt, diesen Nutzern den Inhalt effektiv zu vermitteln. Dabei hilft natürlich auch das fachgerecht ausgeführte ergonomische Layout, die technische Umsetzung des Projektes. Oder ein schlechtes Layout, eine fehlerhafte Umsetzung behindert die effektive Vermittlung des Inhaltes. Die Niederlage liegt in der Regel wieder allein beim Autor des Projektes, wenn es ihm nicht gelingt, den Inhalt dem Nutzer näher zu bringen oder er diesen durch unzugängliche Strukturierung oder Technik der Seite am Zugang zum Inhalt hindert. Der Verlust kann beim Nutzer dann zwar ungleich höher sein, allerdings wird er dieses niemals wissen.
Betrachten wir einmal einige technische Mitspieler: Der
PHP-parser
ist ein dem Autor sehr freundlich gesonnener Mitspieler, er nimmt ihm nicht nur viel Arbeit ab. Durch
die phpinfo gibt
er nicht nur seine genaue Programmversion preis, sondern auch
die verfügbaren Module und viele andere seiner Schatzwörter.
Aber er tut noch viel mehr, er hilft dem Autor mit Fehlermeldungen, Warnungen
und Notizen bei groben Schnitzern. Zwar kann der Autor so immer noch ungeschickt
programmieren, aber zumindest keinen groben Unfug. Damit wird PHP an sich
zu einem sehr einfachen Spielfeld.
Deutlich unübersichtlicher ist das Spielfeld CSS und deutlich schwieriger für
die meisten Autoren erweist sich XHTML, weil sie es inhaltlich unterschätzen.
Unter den Darstellungsprogrammen, auch
browser
genannt, gibt es einige weniger freundliche Mitspieler. Relativ unproblematisch
sind jene, die CSS komplett ignorieren, da können sie auch nichts falsch machen.
Die meisten aktuellen Darstellungsprogramme unterstützen CSS nicht vollständig. Diese
Lücken sind ehrliche Gegner des Autors - je besser er sie kennt, umso besser
für ihn und seine späteren Leser. Es gibt aber auch bösartige
Darstellungsprogramme, die CSS falsch interpretieren oder kleinere Schlampereien des Autors
gnadenlos ausnutzen, um Unfug anzuzeigen, statt sich an den Standard zu halten.
Zum Glück für den Autor wird immerhin XHTML praktisch vollständig
interpretiert - gut jedenfalls was Layout direkt im Anzeigebereich betrifft, bei anderen Bereichen oder auch
bei HTML gibt es da durchgehend grobe Lücken, die einem Autor allerdings zum
Glück erst auffallen und stören werden, wenn er diesen unbekannten Bereich von (X)HTML
in der Spezifikation entdeckt.
Jedenfalls kann sich der Autor diese Darstellungsprogramme besorgen und ihr
Verhalten testen. Leider sind die meisten Darstellungsprogramme nicht so freundlich, ihm dabei
Fehler und Ungeschicklichkeiten genau zu nennen, zumeist versuchen sie im
Gegenteil eher, sie zu vertuschen. Bei XHTML werden immerhin grobe Strukturfehler
angezeigt, die bei HTML ebenfalls vertuscht werden.
Darstellungsprogramme kümmern sich auch nicht
darum, ob XHTML-Elemente gemäß ihrer Funktion eingesetzt werden oder nicht,
so oder so sind sie zu dumm, um dies überhaupt zu beurteilen. Das macht
das Spiel für den Autor schwieriger, er bekommt keine hilfreichen Tips,
wie er XHTML und CSS fachgerecht nutzt.
Noch ärger sieht die Situation auf den Inhalt bezogen aus. Der eigentliche
Gegner ist hier die beschränkte Fähigkeit des Autors selbst, strukturiert
und ausgezeichnet zu denken und zu schreiben - aber das ist nicht mehr Gegenstand des Layouts.
Viele Autoren von internet-Projekten haben heute leider immer noch ein anderes,
sehr einfaches und falsches Spielfeld vor Augen und haben daher eine recht
naive Herangehensweise an solche Projekte. Bei ihnen definiert sich der Inhalt
lediglich als Element, welches auf einer fest vorgegebenen Fläche irgendwie
dekorativ anzuordnen ist. Diese Autoren nennen sich gern webdesigner.
Ihre Layout-Methode wird gern als Litfaßsäulen-Design bezeichnet und
hat nichts mit dem eigentlichen Layout von internet-Projekten zu tun, welches
ein wesentlich komplexeres Spiel mit zahlreichen Regeln ist.
Bei Werbung auf Litfaßsäulen, Zeitungsseiten, Werbeplakaten funktioniert das einfache Design-Spielchen sehr gut - es kommt ohnehin nur auf den Werbeeffekt und nicht auf den Inhalt an, die Abmessungen der Werbefläche sind normiert, genau vorgegeben, was im Grunde dort auch die einzigen festen Regeln sind, die der Kreative kennen muß. Dem späteren Nutzer ist das Produkt des Schaffens unmittelbar und ohne technische Hilfsmittel zugänglich. Das Produkt ist zudem für jeden identisch, einmal abgesehen von Blinden oder Sehbehinderten, denen die Litfaßsäule nur als Hindernis im Weg steht, das eigentliche Design aber nicht zugänglich ist, sondern nur der Träger des Designs - die Säule.
Diese Strategie auf internet-Projekte zu übertragen, funktioniert nur bei den Blinden genauso: Sie bleiben in der Regel von den Resultaten und gegebenenfalls vorhandenem Inhalt ausgesperrt. Ansonsten gibt es keine Gemeinsamkeit. Das Projekt ist dem späteren Nutzer nicht unmittelbar zugänglich. Er nutzt irgendein Darstellungsprogramm, welches dem Autor nicht einmal bekannt sein muß. Auch die Fähigkeiten des Programmes zur Darstellung von XHTML und CSS mögen begrenzt oder fehlerhaft sein - damit haben wir in dem Spiel auch noch jene oben bereits beschriebenen Gegenspieler, die falsch spielen. Der Autor muß ihnen immer auf die Finger gucken, um nicht um die Früchte seiner Arbeit betrogen zu werden.
Anders als beim Litfaßsäulen-Design ist es mit nur geringem Mehraufwand, der zudem letztlich allen Nutzern zugute kommt, sehr einfach, die Informationen wirklich jedem, auch Blinden zugänglich zu machen. Der Projektautor kann strukturieren, ergonomische und alternative Darstellungen des Inhalts anbieten, um verschiedenen Geschmäckern und Möglichkeiten entgegenzukommen.
Der Autor hat die Chance auf ein wahrhaft großes Spiel, dessen Grenzen mit viel Spielerfahrung vielleicht ausgelotet werden können. Diese werden jedoch eher als Stützen und Hilfen statt als Einengung der Kreativität erscheinen.
Wir leben in einem Zeitalter der Überarbeitung
und der Unterbildung, in einem Zeitalter, in dem die Menschen
so fleißig sind, daß sie verdummen.
Oscar Wilde
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Validome ·
Site valet
·
Bobby
Wenn der Weg das Ziel ist, wird die Geschwindigkeit nicht so entscheidend sein.
Olaf Hoffmann
Bei Problemen oder Fragen wende
man sich bitte per elektronischer Post an den Autor:
dr.o.hoffmann@gmx.de
Alternativer Kontakt per Fax oder Anrufaufnehmer (Nachrichteneingang bei web.de wird zumeist allerdings lediglich sonntags geprüft. Von Festnetzanschlüssen aus sollten die üblichen Gebühren anfallen, bei Mobiltelephonen kann dies vom Anschluß des Anrufers abhängen. web.de speichert zudem die Rufnummer des Anrufers ab und gibt sie mir an.): 03212 - 1301731.
Postanschrift:Besonders schön fände ich auch Rückmeldungen hinsichtlich der Zugänglichkeit oder hinsichtlich Problemen mit Mängeln von Darstellungsprogrammen. Wenn Probleme auftreten, bitte ich auch um detaillierte Angaben, bei welchem Stil, mit welchem Darstellungsprogramm, mit welcher Seite (URI), sonst sind Probleme oft nur schlecht nachvollziehbar.
Bei den vorliegenden Lernangeboten handelt es sich nicht um einen geschäftsmäßigen Teledienst im Sinne des deutschen Telemediengesetzes - TMG. Vielmehr handelt es sich um optionale Angebote verschiedener Anleitungen zur Projekterstellung in SVG, XHTML, CSS und PHP ohne Gewähr, aber mit der Notwendigkeit eigenständigen Denkens auf der Seite des Anwenders der Anleitung. Somit liegt dem Autor weder etwas fern (tele), noch möchte er etwas Mäßiges anbieten noch erweist er mit dieser freiwilligen Wohltat irgend jemandem im eigentlichen Sinne einen guten Dienst, eher eine Hilfe, etwas leisten muß der Anwender der jeweiligen Anleitung schon selber, was ihn zu einem geschäftigen und kompetenten Autor von internet-Seiten mit interessanten Inhalten werden lassen möge...
Anmerkung: Gemäß Telemediengesetz ist neben der oben genannten Möglichkeit einer schnellen elektronischen
Kontaktaufnahme eine Möglichkeit vorzusehen, unmittelbar mit mir zu kommunizieren. Da ich per Telephon, Fax
etc nicht immer schnell zu erreichen bin, ist die elektronische Post an obige Adresse die schnellste Möglichkeit, mich zu erreichen. Schnell bedeutet hier, daß ich werktags einige Male, tagsüber in der Gegend von stündlich nach emails sehe. Am Wochenende und Feiertagen reduziert sich die Häufigkeit etwas. Bei Urlaub kann es hingegen zwangsläufig technisch bedingt einige Tage dauern, bis ich die emails lesen kann.
Unmittelbar - also ohne weitere technische Hilfsmittel wie internet oder
Telephon oder dergleichen im persönlichen Gespräch - ist ein Kontakt auch möglich - nach vorheriger
Verabredung zum Beispiel unter obiger Adresse. Bei Bedarf bin ich für alternative Vorschläge offen,
da mir nicht klar ist, wie ich sonst eine umittelbare Kommunikation realisieren könnte, die nicht auf ein
persönliches Treffen hinausläuft.